Was ist der Sinn des Lebens?
- Celina Lavendar

- 25. Jan.
- 5 Min. Lesezeit

Ich möchte heute ganz ehrlich mit dir sein und mit dir teilen, was mich in den letzten Monaten stark bewegt hat. Du kennst wahrscheinlich meine YouTube-Videos, in denen es mir immer sehr wichtig ist, Kraft zu spenden und Hoffnung zu geben, ganz gleich, ob die Botschaft sehr positiv oder aber herausfordernd ist.
Mir geht es hierbei nicht darum, schlechte Dinge schönzureden, sondern vielmehr bewusst zu machen, dass herausfordernde Dinge genauso ihre Wichtigkeit haben wie auch die schönen Dinge. Oft sind es sogar vielmehr die herausfordernden Situationen, in denen Wachstum erst stattfindet. Wäre immer alles schön und leicht, würden wir uns viele Themen gar nicht anschauen, da uns ja gar nichts stören würde. Anders ist es, wenn es in unserem Leben schwerer wird, wir das Gefühl haben, entweder nicht voranzukommen oder aber schlimme Dinge verarbeiten müssen.
Dann beginnen wir, genauer hinzusehen: Warum stehe ich gerade an diesem Punkt? Wie komme ich da raus? Was kann ich tun, damit es wieder leichter wird?
Es ist so unheimlich wertvoll, verstehen zu wollen, denn auch wenn wir es nicht immer ganz greifen können, so ergibt es irgendwann alles einen Sinn. Manchmal innerhalb kürzester Zeit, manchmal nach ein paar Jahren und manchmal auch erst einige Jahrzehnte später. Zwischenzeitlich kann es sich anfühlen, als mache unser Leiden absolut keinen Sinn.
Und auch ich habe in den letzten Monaten stark hinterfragt, ob es denn wirklich einen Sinn für unser Leben gibt oder ob wir diejenigen sind, die sich einen Sinn erschaffen müssen.
Welches spirituelle Konzept trägt dich?
Keine Frage. Wir brauchen als Menschen einen Sinn im Leben. Ich habe dies auf schmerzliche Weise erfahren dürfen. Ohne einen Sinn wird das Leben sinnlos, und der Ort der Sinnlosigkeit ist wirklich kein Ort, wo ein Mensch sich wiederfinden sollte. Außer natürlich, es führt sie am Ende wieder zu ihrem Sinn.
An sich kann uns alles im Leben einen Sinn geben. Unsere Arbeit, unsere Kinder, unsere Hobbys.
Doch sehr häufig spüren wir, dass dies zwar sehr schöne sinngebende Dinge sein können, doch sind diese Dinge einmal nicht mehr in unserer Nähe oder können wir aus irgendeinem Grund diesen Dingen nicht mehr nachgehen, dann verlieren wir unseren Lebenssinn. Er ist an etwas Äußeres gebunden, und das Äußere ist immer auch vergänglich.
Und auch wenn ich glaube, dass es wichtig ist, einen Sinn auch in äußeren Dingen zu finden, so ist es genauso wichtig, auch einen tieferen, unerschütterlichen Sinn für sich zu finden.
Sehr häufig suchen wir diesen tieferen Sinn über die Spiritualität oder Religion. Sie erklären uns die existenziellen Fragen: Woher kommen wir? Was tun wir hier? Und wo sollen wir hin?
Hier gibt es unzählige Ansätze. In der Spiritualität verliert man hierbei stark den Überblick. Die einen glauben daran, dass wir eine außerirdische Form sind und das Menschsein erst einmal erlernen müssen, die anderen glauben, wir durchlaufen unzählige Leben, bis wir alle Lernaufgaben gemeistert haben, und wieder andere glauben, dass alles eine reine Illusion ist und wir uns nur in einer Simulation befinden, in der es die Aufgabe ist, zu erwachen. Die Liste könnte noch ewig so weitergehen. Oft gibt es auch viele Überschneidungen. Dies kommt meist auf die Person selbst an. Wir erschaffen uns unsere eigene Glaubensrealität.
Aber was ist am Ende wirklich wahr? Und müssen wir es überhaupt ganz genau wissen?
All dies sind spirituelle Konzepte, die uns Halt geben. Am Ende werden wir es aber wahrscheinlich niemals hundertprozentig wissen. Das können wir auch gar nicht. Dazu müssen wir wohl erst sterben. Wobei auch hier die Frage ist, ob wir dann wirklich die Wahrheit kennenlernen werden.
Selbst „Erwachten“ oder Menschen mit Nahtoderfahrungen können wir nur unseren Glauben schenken, jedoch nie wissen, ob es wirklich die absolute Wahrheit ist. Mal abgesehen davon sind Nahtoderfahrungen sehr unterschiedlich. Sie reichen von Jesus-Begegnungen bis hin zu anderen Planetenerfahrungen. Im Kern gibt es Parallelen, doch am Ende werden wir erkennen, dass wir eigentlich gar nichts wissen.
Ich habe mir vor Kurzem einen Bericht von einer Atheistin angesehen, in dem sie spirituelle Erfahrungen anhand von Gehirnarealen erklären konnte und anhand deiner Glaubensrichtung psychologisch erklären konnte, was für ein Typ Mensch du bist. Das empfand ich als äußerst spannend. Denn es zeigte mir, egal, an was wir glauben, solange wir daran glauben, werden wir immer Beweise für unsere persönliche Wahrheit finden.
Was ergibt noch Sinn?
Dieser Bericht der Atheistin war nicht das Einzige, was ich mir anschaute. Ich tauchte für eine ganze Weile tief in ein Rabbit Hole von allerlei Glaubens- und Nichtglaubensrichtungen ein.
Was dazu führte, dass ich meinen persönlichen Glauben und die damit verbundene Spiritualität sehr stark hinterfragte. So weit, dass ich mir an einem Punkt sogar einmal die Frage stellte: Was ist, wenn es gar keinen Sinn für diese Welt gäbe? Wir aus Willkür entstanden sind und unser Leben eigentlich keinen höheren Nutzen hat?
Ich weiß, das klingt im ersten Moment sehr düster. Und ganz ehrlich, der Gedanke war auch nicht sonderlich schön.
Wohin es mich jedoch geführt hat, war, dass ich erkennen durfte, dass ich wahrscheinlich niemals die ganze Wahrheit wissen werde und dass ich von meinen starren Glaubenskonzepten ebenfalls etwas loslassen darf. Denn nur dann haben wir die Möglichkeit, weiter zu wachsen und neue Türen zu öffnen, die uns vielleicht früher oder später zur Wahrheit bringen.
Doch im Endeffekt ist es nicht mal wichtig, die absolute Wahrheit kennen zu müssen.
Vielmehr ist es wichtig, uns zu fragen, wie wir unser Leben gestalten wollen, ohne ständig auf der Suche zu sein, und was uns wirklich einen tieferen Sinn gibt, ohne die Wahrheit zu kennen.
Ich habe gelernt, es ist wichtig, die eigene Wahrheit immer auch mit einem Körnchen Salz zu nehmen. Denn man weiß nie, womit man am Ende überrascht wird.
Spannenderweise hatte die Atheistin einen sehr schönen Ansatz zum Thema „Lebenssinn“. Für sie ist es die reine Erfahrung. Erfahrungen, die sie sich wünscht, als Mensch zu machen, und Erfahrungen, die ihr begegnen. Durch andere Menschen, Tiere oder Situationen.
Im Kern ist dies auch das, was ich fühle. Ob es einen höheren Sinn dafür gibt oder nicht, spielt da erst einmal gar keine so große Rolle.
Wichtig ist diese Erfahrung erst einmal ganz allein für dich.
Am Ende liegt es bei uns!
Ich habe natürlich immer noch eine gewisse Vorstellung davon, warum wir möglicherweise hier sind, was als Mensch unsere Aufgabe hier ist und wo wir als Menschheit wahrscheinlich hin sollen.
Aber wissen tue ich es natürlich auch nicht. Für mich gibt es einfach einige Dinge, die plausibel und logisch erscheinen. Auch darf ich durch meine Arbeit erkennen, was uns Menschen weiterbringt, wo wir stagnieren oder in eine Sinnlosigkeit verfallen und wie wir uns aus solchen Momenten rausholen und uns ganz persönlich, ganz individuell einen Sinn erschaffen dürfen.
Aber warum schreibe ich das alles hier eigentlich?
Vielleicht stehst du hin und wieder an einem Punkt, wo du dich fragst, was die Bedeutung von all dem hier eigentlich ist. Oder du suchst nach deiner Lebensaufgabe, danach, was dich ausmacht und warum genau du hier bist.
Doch am Ende können diese Fragen und diese Suche uns das Gefühl geben, niemals anzukommen. Es kann frustrierend sein oder du fühlst dich leer und deprimiert.
Daher möchte ich dir mit diesen Worten einfach zeigen, dass es am Ende vielleicht gar nicht so wichtig ist, alles zu wissen oder zu erkennen.
Sondern vielmehr jetzt hier und heute damit zu beginnen, dir selbst einen Sinn zu geben.
Ob es die reine Erfahrung ist, der Wunsch, eine Weltreise zu machen, du dir zur Aufgabe machst, Menschen immer mit einem Lächeln zu begegnen, oder du irgendwo gemeinnützig helfen möchtest — es geht nicht darum, auf die Wahrheit zu warten und dabei dein Leben zu verpassen.
Was ist, wenn die Wahrheit das Leben selbst ist?
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